Mietpreise in München steigen weiter

Besonders in Schwabing und der Maxvorstadt bleibt der Wohnungsmarkt angespannt

Die Mietpreise in München entwickeln sich auch im Jahr 2026 weiter nach oben. Aktuelle Angebotsdaten großer Immobilienportale zeigen, dass Neuvermietungen inzwischen häufig im Bereich zwischen rund 20 und über 25 Euro pro Quadratmeter liegen. Diese Werte beziehen sich auf öffentlich inserierte Wohnungen und geben damit einen realistischen Einblick in das aktuelle Marktgeschehen.

Aus unserer täglichen Praxis bei Iliev Immobilien & Hausverwaltung bestätigt sich dieses Bild. Die Nachfrage nach Wohnraum ist unverändert hoch, während das verfügbare Angebot begrenzt bleibt. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung in zentralen Stadtteilen wie Schwabing und Maxvorstadt. Wohnungen in diesen Lagen werden oft innerhalb kurzer Zeit vergeben, häufig nach einer Vielzahl von Anfragen.

Ein wesentlicher Grund für die steigenden Mieten liegt im strukturellen Ungleichgewicht des Münchner Wohnungsmarktes. Die Stadt wächst seit Jahren kontinuierlich, gleichzeitig entstehen weniger neue Wohnungen als benötigt werden. Marktberichte aus der Immobilienwirtschaft weisen zudem darauf hin, dass hohe Baukosten und gestiegene Finanzierungskosten die Neubautätigkeit zusätzlich bremsen. Diese Faktoren wirken direkt auf das Mietniveau.

Für Wohnungssuchende hat sich die Situation spürbar verschärft. Gerade kleinere und mittlere Wohnungen sind stark nachgefragt, da sie für viele Haushalte noch erreichbar sind. In der Praxis führt das dazu, dass Bewerbungsprozesse deutlich schneller ablaufen und die Auswahl für Interessenten entsprechend begrenzt ist.

Bei der Bewertung der Mietpreise ist es wichtig, zwischen Angebotsmieten und Bestandsmieten zu unterscheiden. Während Angebotsmieten die aktuellen Preise bei Neuvermietungen abbilden, liegen Bestandsmieten häufig darunter. Für die Einschätzung der aktuellen Entwicklung sind daher vor allem Angebotsdaten relevant, da sie die tatsächliche Marktdynamik widerspiegeln.

Ein Blick auf die weitere Entwicklung zeigt, dass kurzfristig keine grundlegende Entspannung zu erwarten ist. Prognosen aus der Immobilienbranche gehen weiterhin von moderaten jährlichen Steigerungen im Bereich von etwa drei bis fünf Prozent aus. Solange sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage nicht deutlich verändert, dürfte sich dieser Trend fortsetzen.

Zentrale Lagen wie Schwabing und die Maxvorstadt bleiben dabei besonders stabil. Die Kombination aus Lagequalität, Infrastruktur und Arbeitsplätzen sorgt dafür, dass die Nachfrage dort langfristig hoch bleibt.

Fazit
Der Wohnungsmarkt in München bleibt auch 2026 angespannt. Steigende Mietpreise sind die Folge eines strukturellen Mangels an Wohnraum. Für Mietinteressenten bedeutet das weiterhin einen intensiven Wettbewerb, insbesondere in den gefragten innerstädtischen Quartieren.

Quellenbasis:
Angebotsdaten großer Immobilienportale wie ImmoScout24 sowie Marktberichte der Immobilienwirtschaft (z. B. empirica, IVD), Stand 2025 bis Anfang 2026

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